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Schröpfen

Beim Schröpfen wird in sogenannten Schröpfgläsern oder Schröpfköpfen ein Unterdruck erzeugt. Diese Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt. Der Unterdruck wird üblicherweise dadurch erreicht, dass die Luft im Schröpfkopf erhitzt und dieser sofort auf die Haut des Patienten gesetzt wird. Das Erhitzen erfolgt durch einen in Alkohol getauchten Wattebausch, ein Stück Baumwollstoff oder eine Flocke Watte, die jeweils angezündet werden. Alternativ kann der Unterdruck durch eine Absaugvorrichtung im Schröpfglas erzeugt werden.
Schröpfen ist bei einer Vielzahl von Beschwerden hilfreich, unter anderem bei Migräne, Rheuma, Bandscheibenproblemen, Hexenschuss, Knieproblemen, Bluthochdruck, Bronchitis, Asthma, Kopfschmerzen, Nierenschwäche, Wetterfühligkeit, Hypotonie, Müdigkeit, Depressionen, Schwächezuständen, Verdauungsproblemen, Herz-Kreislauferkrankungen, Organprobleme, Fieber, Erkältung und Grippe.

 

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                                                                                                                                                                                Praxis TCM-MA , Zürich
10. August 2016, 10:29 Uhr  Olympia

Was ist Schröpfen?  Von Werner Bartens

Michael Phelps schwimmt in Rio mit seltsamen Flecken auf der Schulter, die vom „Schröpfen“ stammen. Was es mit der alternativen Heilmethode auf sich hat.

Wer Michael Phelps am Sonntagabend bei seinem Start mit der 4 x 100 Meter Freistil-Staffel der USA beobachtete, musste vermuten, dass der Schwimmstar eine wüste Prügelei hinter sich hatte. Oberarm und rechte Schulter des Schwimmstars waren mit kreisrunden, blauen Flecken übersät. Phelps hatte sich schröpfen lassen – angeblich um die verspannte Muskulatur zu lockern.

Bei dieser jahrtausendealten Behandlungsmethode werden Schröpfgläser oder -köpfe auf die Haut gesetzt. Da zuvor die Luft in dem kleinen Rundgefäß erhitzt wird, entsteht im Schröpfkopf ein Unterdruck. Im Gegensatz zu diesem unblutigen Schröpfen kann die Haut in dem zu bearbeitenden Areal auch zuvor angeritzt werden. Dann sammelt sich Blut im Schröpfgefäß.

Die Methode gilt als „ausleitendes“ Verfahren, das angeblich gegen Rheuma, Asthma, Nierenschwäche und Hexenschuss hilft, obwohl ein medizinischer Nutzen nie seriös belegt werden konnte. Selbsternannte Heiler hält dies nicht davon ab, die allenfalls aus Medizingeschichte und Ethnomedizin bekannte Saugkur zu erheblichen Kosten wieder anzubieten – was auch die Bedeutung des Begriffs in Fragen der Finanzen verständlich macht.

Michael Phelps ist jedenfalls mit der Staffel zu seiner 19. Goldmedaille geschwommen. Dem erfolgreichsten Olympioniken aller Zeiten wäre dies aber vermutlich auch gelungen, ohne zuvor geschröpft zu werden.

 2016 Olympia Praxis TCM-MA
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